do. 4.11. - 20:00 uhr - ort: JAZZPOOL NRW - Ganz unten, oben im Norden


„Ganz unten, oben im Norden“-  JAZZPOOL NRW ’21

 

Was wir bei dem Projekt „Ganz unten, oben im Norden“ angehen möchten, ist ein Umgang mit der Form, die dem Klischee widerspricht. Kompositorische Elemente sollen sich nicht im Kreis drehen und trotzdem in einem ideen- und formgebenden Bezug zur Improvisation stehen. Die Improvisation soll bei größtmöglicher Freiheit einen determinierten Rahmen haben, der ihr Richtung und Form geben darf. Natürlich ist uns klar, dass dies keine neue Idee des Jahres 2021 ist, von Charles Mingus über Steve Coleman bis Django Bates ist schon klug über Form im Jazz nachgedacht und fein gespielt worden. Wir glauben aber mit unserer Besetzung Partner*innen gefunden zu haben, die kreativ und neu zu dem Thema arbeiten können.

 

Es spielen:

Stephan Meinberg- Trompete

Studierte in Lübeck, Köln und New York u.a. bei Manfred Schoof und Reggie Workman. Zu seinem Quintett „Vitamine“ gehörten bei wechselnden Bestzungen u.a. Angelika Niescier, Claudio Puntin, John Schröder und Samuel Rohrer. Meinberg lebt heute in Hamburg ist aber der Kölner, bzw. NRW Szene kontinuierlich stark verbunden

 

Jakob Riis- Posaune, Laptop

Der gebürtige Däne lebt heute in Malmö/ Schweden. Ihn unterscheidet von diversen anderen Laptop Spielern, dass er über eine sehr reiche „analoge“ Erfahrung verfügt, hat Jazzposaune und Komposition u.a. bei Bob Brookmeyer studiert. Gerne betreibt er Live-Processing, d.h. er nimmt die analogen Signale der Bandmitglieder auf und bearbeitet sie dann im Moment.

 

Lotte Anker- Saxophone

Die Kopenhagenerin konzertierte mit einer großen Zahl wichtiger Jazzmusiker, z.B. mit Andrew Cyrille, Fred Frith, Nils Petter Molvaer und Craig Taborn. Sie ist Mitbegründerin des „Copenhagen Art Ensembles“ (Plattenaufnahmen mit Tim Berne und Django Bates) und unterrichtet in Kopenhagen am Rytmisk Musikkonservatorium.

 

Riis’ und Ankers gemeinsames Album „Squid Police“ erhielt für den schwedischen Manifest Award 2015 den Preis als „Best experimental Album of the year“.

 

Jan Klare- Saxophon

Lebt in Münster und hat mit seinem Projekt „The Dorf“ die deutsche Big Band Landschaft stark aufgefrischt, wofür er u.a. den Jazzpreis Ruhr erhielt. Ebenfalls große Beachtung erlangte sein Basssaxophon Quartett „Deep Schrott“. Weitere Zusammenarbeit gab es u.a. mit Frank Köllges, FM Einheit und Achim Kaufmann.

 

Wolfgang Schmidtke- Saxophon

Der Wuppertaler traf auf unterschiedliche Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik, Tourneen und cd Produktionen u.a. mit Karl Heinz Stockhausen, Ginger Baker und Horace Parlan. Sein Wolfgang Schmidtke Orchestra nahm an Thelonious Monks 100. Geburtstag mit dem RBB eine cd mit Kompositionen des Bebop Pioniers auf. Immer wieder Zusammenarbeit mit dem Tanztheater Pina Bausch.

 

Dieter Manderscheid- Kontrabass

Lebt in Köln und arbeitete u.a. mit Frank Gratkowski, Thomas Heberer, Sebastian Sternal und Gerry Hemingway. Mehrere Tourneen für das Goethe Institut, Preis der deutschen Schallplattenkritik. Mitinitiator der Offenen JazzHaus Schule. Manderscheid ist Professor für Jazz-Kontrabass an der MHS Köln und leitet dort den Fachbereich Jazz/Pop.

 

Peter Weiss- Schlagzeug

Ist seit den frühen 1970-er Jahren eine richtungsgebende Kraft der Düsseldorfer Szene. Die Zu-sammenarbeit mit Wolfgang Engstfeld zählt zu den längsten und wichtigsten im deutschen Jazz. Des weiteren spielte er u.a. mit Charlie Mariano, John Scofield, Christof Lauer und Ulli Beckerhoff. Kurator der Konzertreihe „Jazz im Hofgarten“. Langjähriges Mitglied der nordrhein- westfälischen Jury von „Jugend jazzt“.